Vereinsgeschichte bis 2001

Vereinsgeschichte der Durbuscher Garde von 1993 e.V.

 

Als die Durbuscher Bürger 1993 erfuhren, das die Gastwirtschaft "Durbuscher Hof" geschlossen werden sollte, fehlte ein gewohnter Treffpunkt mit allen seinen Kommunikationsmöglichkeiten. Um Durbusch danach nicht auf den berühmten "Hund" kommen zu lassen, fanden sich Dorfbewohner, die sich wegen der Grenzlage Durbuschs vielfach als "Stiefkinder dreier Gemeinden" (Rösrath, Lohmar, Overath) und zweier Kreise (Rhein.-Berg.-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis) sahen, zusammen und suchten nach einer Lösung. Auf der Herrensitzung 1993 in Forsbach beschloß der harte Kern der Stammgäste des Durbuscher Hofes: Wir gründen einen Karnevals- und Brauchtumsverein. Noch während der Sitzung hielten die Gründungsmitglieder ihren Beschluß auf einem Bierdeckel fest.Der Karnevals-Bazillus war ausgebrochen und griff um sich.

 

Kurz vor der Schließung des Durbuscher Hofes fand die Gründungsversammlung statt, an der Spitze unser leider verstorbenes Vereinsmitglied Peter Berens, den man wohl sicher als " geistigen Vater" mit dem Know.how eines aktiven Vollblutkarnevalisten im Kölner Raum bezeichnen konnte. Unterstützt von Gleichgesinnten, die ebenfalls bereits den aktiven Karneval als "Durbuscher Jungs" in den Festzumzügen feierten, sich jedoch noch nicht organisiert hatten, waren sich alle einig, alte karnevalistische Tugenden nach besten Kräften hoch zu halten. Somit wurde ein neuer Karnevalsverein geboren, der jedoch nicht nur in der närrischen Zeit sondern das ganze Jahr über aktiv ist.

 

So fand beispielsweise bereits 1993 das erste "Durbuscher Biwak" statt, welches so erfolgreich war, das es seither jedes Jahr wiederholt wird. 1994 organisierte die Garde ihren ersten "Buure Möhne Ball" bei "Onkel Hugo" auf der Scheider Tenne. Auch diese, jedes Jahr wiederholende Veranstalltung, zählt zu einem der karnevalistischen Höhepunkte der Gemeinde Rösrath bzw. in der Stadt Lohmar und wird regelmäßig von allen übrigen Karnevalsgesellschaften besucht.

 

Schnell wurden die neuen Karnevalisten, die sich mit dem Schicksal ihres geteilten Durbuschs gemäß dem Motto "Wir bleiben fest und treu zusammen" auf einem Orden und ihrem Karnevalswagen bei den Festumzügen 1994 den Karnevalisten mitteilten, von den übrigen Karnevalsgesellschaften aufgenommen und wohlwollend unterstützt. Sofort trat man dem Festausschuß "Forsbacher Karneval", dem Festkomitee Rösrath und dem Ortsring Hoffnungsthal bei. Da 50% der Vereinsmitglieder jedoch ihr Rathaus in Lohmar hatten, pflegte man weiterhin die freundliche Beziehung zu den "Kazi-Funken" in Lohmar.

 

Die Garde, die seitdem jedes Jahr mit einem eigenen Motto ihren Karnevalswagen baut, ist heute (Stand1991) auf etwa 87 aktive und inaktive Mitglieder gewachsen und auch mit weiteren Veranstaltungen wie Osterfeuer, Pfingsteier-Singen, interner Wandertag, Badewannen-Rennen, Trödel- und Weihnachtsmarkt das ganze Jahr über aktiv. 1999 machte die Durbuscher Garde wieder auf sich aufmerksam, als sie aus einer Not eine Tugend machte. So wurde bedingt durch die kurze Karnevals-Session und den daraus ergebenden Terminschwierigkeiten der traditionelle Frühschoppen im Bleifelder Hof in einen Dämmerschoppen umgewandelt. Diese Idee fand auch bei den übrigen Karnelvalsvereinen eine starke Zustimmung, so daß diese "Notlösung" künftig zur Regel werden wird.

Darüber hinaus wurde 1999 Verinsmitglied - Helga Scherer-, die Ehefrau des ersten Vorsitzenden -Armin Scherer-, in den Vorstand des Festkomitee Rösrath gewählt.

 

Die größte Herausforderung für die Durbuscher Garde, angeführt vom Kommandanten -Matthias Pfennigwerth-, jedoch besteht darin, in der diesjährigen Karnevals-Session 2001 das erste Dreigestirn in ihrer Vereinsgeschichte aufzustellen. Bereits in der Karnevalssession 1999 und 2000 haben die Durbuscher mit ihren Vereinsorden und dem Karnevalswagen mit dem Motto "Wir kochen unser Süppchen für das Jahr 200x" und "Die Supp is Fädisch" dem närischen Volk angedeutet, das die Stellung des Dreigestirns kurz bevor steht.

Nun wird in der diesjärigen Session mit dem Motto des Dreigestirns " Ob Dorf, ob Stadt es janz ejal, mer fiere met üch Karneval" zeigen, das alle Vereinsmitglieder hinter den Tollitäten stehen. Schließlich ist dieses Dreigestirn nicht nur das erste der Vereinsgeschichte sondern auch das erste im neuen Jahrtausend und das "Erste Dreigestirn der Stadt Rösrath"

 

 

Quelle: Festschrift zur Session 2001